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500 Kilo Kartoffelsalat rollen durch die Aula

Wie Volunteers unsere leeren Mägen füllen

In die Aula kommt Leben. Kurz vor fünf, das Abendessen muss raus. In Einkaufswagen kommen hunderte Lunchpakete und unzählige Mini-Brezeln in die Mensa. Während andere schon mal die Ausgabe herrichten, bereiten Helfer die Mülltrennung vor. Mehr als 1500 hungrige Münder vertilgen einiges an Brot, Aufstrich und Nachtisch.

Genaugenommen kommen bei einem Mittagessen beispielsweise 100 Eimer Kartoffelsalat zum Einsatz. Mit je fünf Kilogramm macht das 500 Kilo an Kartoffelsalat. Dazu kommen 1600 Würstchen. Beim Frühstück verteilt das Küchenteam etwa 3250 kleine Konfitüre-Päckchen, 1300 Hanuta als Nachtisch und etwa 270 große Brotlaibe. Dazu kommen noch Butter, pikante Aufstriche und Gurken oder Tomaten. Und in jedes Paket ein kleines Päckchen Salz. Sehr aufmerksam, danke!

Und immer dabei: Die Volunteers. Lunchpakete müssen vorbereitet werden, die Sachen in die Plastiktüten. An der Ausgabe bekommt jeder seine Portion, Extrahungrige werden bei einem anderen Stand versorgt. Nach dem Essen geben Helfer Gedächtnisstützen für Teilnehmer mit notorisch partiellem Gedächnisverlust: Ja, der Müll muss immer noch akribisch getrennt werden.

Kurz vor sieben. Mit einer Banane in der Hand schlendere ich aus der Mensa. Eine Helferin wischt Krümel und Rest von den Tischen. Sie schaut erstaunt, als ich kurz „Danke“ sage. Dabei bin ich überrascht: Hunderte Obstriegel durch die Aula fahren und dabei nicht ein paar für mich abzwacken, fände ich persönlich nicht so einfach.

Geschrieben von Klaus Müller am Samstag, 19 April 2014.
Geposted in YiMC 2014 , Verpflegung