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War ja klar. Oder brauche ich auch Gottes Gnade?

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Der Bekannte lässt sich gerade scheiden und die Schwester aus der Gemeinde wird schwanger. Ohne Hochzeit und Mann. Und ich denke: "Mensch, war ja klar, so wie die leben. Braucht man sich nicht wundern." Hand aufs Herz, wer von uns hat nicht einmal so gedacht? Wer hat nicht gedacht, dass er weniger Probleme im Leben hat, weil er eben auch mehr Gottes Wort folgt.

Genau davon handelt die Predigt von Sebastien Braxton am Donnerstagabend. Viele von uns sind schon lange Christen, Adventisten. Wir kommen schon jahrelang zum YiMC, wir machen vieles richtig. Und vielleicht denken wir wie die Juden in Lukas 13, "Mensch Jesus, schau mal was wir alles richtig machen - kein Wunder, dass Gott uns segnet und die anderen nicht."

Und wie den Juden in Lukas 13 muss Jesus uns vielleicht sagen: "Es ist alles nur Gnade Gottes. Alle Menschen sind Sünder und alle haben den Tod verdient." Wenn wir das verstanden haben, können wir auch nicht auf andere ihrer Sünde wegen herabsehen. Viel mehr werden wir sehen, wie Jesus jahrelang beim Vater für uns sein Wort einlegt. Für uns Sünder. Für uns alle.

Und Hand aufs Herz: Wäre es nicht befreiend, zu Jesus aufzusehen, anstatt auf andere herabzusehen? Wäre es nicht verbindend, wenn wir uns alle als Kinder Gottes sehen würden anstatt als kleinere und größere Sünder? Wenn wir uns in unseren Kämpfen helfen würden, anstatt sie zu verwenden, um uns ein bisschen besser zu fühlen?

Geschrieben von Klaus Müller am Donnerstag, 13 April 2017.
Geposted in Kongressbeginn , Sprecher , YiMC 2017