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Ich hätte auch in Urlaub fahren können …

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… oder Verwandte oder alte Freunde besuchen können. Ich hätte auch gemütlich auf dem Sofa sitzen können. Oder, oder, oder. Stattdessen sitze ich im AK-Büro und mein Gehirn klopft von innen an die Außenwand. Die Fragen: Wie lösen wir dieses Problem, wird das klappen?


Man könnte sich das Leben einfacher machen. Aber wäre es dann auch schön? Wir alle könnten bequemer schlafen – daheim schläft man schließlich immer noch am besten. Die Küchen-Volunteers könnten sich selbst etwas kochen, die Sauberkeit den eigenen Frühlingsputz angehen und die Musik-Volunteers und Mitarbeiter könnten einfach so mal einen Singabend machen. Wäre einfacher. Aber wie sagte ein Kollege von der Technik so schön: Wenn die Predigt mich mitten ins Herz trifft und ich weiß: Da hat Gott zu mir gesprochen. Dann hat sich die Mühe gelohnt. Wenn die Musiker vorne spielen und ich Gänsehaut bekomme – hat sich gelohnt. Und vor allem: Wenn der Aufruf kommt, und unzählige Jugendliche aufstehen, weil Gott sie gerufen hat. Das hat sich gelohnt.

Wir wissen nämlich: Wir hätten es uns viel einfacher machen können. Wäre aber nicht so schön gewesen. Wir hätten auf dem Sofa sitzen können, statt auf Plastikstühlen. Aber wir haben auch Gottes Ruf gehört und sind damals mit anderen aufgestanden und nach vorne gegangen. Und seitdem wollen wir es weniger einfach haben, wir wollen, dass es sich lohnt. Und wenn Gott wirkt, hat es sich immer gelohnt.

Geschrieben von Klaus Müller am Samstag, 31 März 2018.
Geposted in YiMC 2018