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Wir bauen eine Sandburg und einen Kongress

Was der YiMC mit unseren Sandburgen am Strand zu tun hat

Könnt ihr euch noch erinnern, wie wir als Kinder Sandburgen gebaut haben? Wir haben nassen Sand in Formen gepresst und daraus die Mauer gesetzt. Dann kam ein riesen Graben um unsere Burg Fetzenstein und zum Schluss, zum Schluss musste eine Brücke zum Haupttor führen. Ein Ingenieursmeisterwerk. Sandbrücke über einen Wassergraben.

Seitdem sind viele Jahre vergangen, aber so ein Aufbau beim YiMC erinnert mich oft an das Sandburg bauen am Strand. Wir haben zwar nicht mehr kleine Plastikbagger, aber drei Sprinter, um Teppiche aus Heidelberg zu holen. Wir machen nicht den Burghof mit der Hand glatt, wir legen Teppiche in der Turnhalle aus und stellen hunderte Stühle auf, hängen die riesige Traverse auf und daran Boxen, Scheinwerfer und viele andere Sachen, von denen nur Techniker wissen, wie sie heißen. Wir verzieren die Burgwand nicht mehr mit Muscheln, aber dafür putzen wir die Klassenzimmer und verwandeln sie in Workshop- oder Schlafzimmer. Und: Wir sind nicht mehr drei Geschwister mit Plastikschaufeln, sondern mehr als hundert Freunde, die anpacken.

Eine Sache aber ist ganz anders: Wir wissen, dass unsere Sandburg, unser YiMC ohne Gott von jeder Welle weggespült werden kann. Wir wissen, ohne Gott bringt auch unser Graben vor der Burg, unsere ganze Vorbereitung vor dem Kongress nichts. Wir wissen, dass wir zwar so viel Sand in Formen pressen, wie wir wollen, wenn Gott uns nicht segnet, dann wird das Ingenieursmeisterwerk im entscheidenden Moment ins Wasser fallen.

In diesem Sinne: Einen großen Dank an alle, die beim Aufbau geholfen haben; einen großen Dank an Gott, ohne dessen Segen unsere Burgen und Kongresse nicht halten würden.

Geschrieben von Klaus Müller am Mittwoch, 12 April 2017.
Geposted in Aufbau , YiMC 2017