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Von Saulus zu Paulus

Bist Du ein Ananias?

Als Saulus zu Paulus wurde, begegnete er zunächst Gott, und dann Ananias. Gott persönlich nahm Saulus das Augenlicht, aber er sandte Ananias, um es wiederherzustellen. War Gott zu beschäftigt, es selbst zu tun?

Wohl kaum, denn er schien immerhin die Zeit zu haben, mit Ananias zu diskutieren, dem nicht danach war, jemandem zu helfen, der gewissermaßen einen schlechten Ruf hatte. War Ananias Augenarzt? Wahrscheinlich nicht. Wir wissen, dass er ein Jünger war, und wahrscheinlich müssen wir nicht mehr wissen. Ananias wurde dazu aufgefordert, Paulus in Gottes Namen zu heilen.
Während sich 2.000 Jugendliche für die Eröffnungsveranstaltung am Donnerstagabend in der Messehalle einfinden, werden wir einmal mehr daran erinnert, dass die Begegnung mit Gott eine höchstpersönliche und individuelle Angelegenheit ist, das Leben mit Gott hingegen nicht von völliger Abgeschiedenheit gekennzeichnet ist. Wir wissen nicht, ob Ananias Sanguiniker war, ob er gerne neue Menschen kennenlernte, ob er sich der Mission verschrieben hatte oder grundsätzlich ein zur Hilfsbereitschaft veranlagter Mensch war. Wir wissen nicht, ob nicht jemand anderes die Aufgabe hätte erfüllen können. Wir wissen nur, dass Ananias vernünftige Gründe hatte, nicht zu gehen, und dass Gott ihn dennoch beauftragte, und dass Ananias gehorchte. Mehr, so scheint es auch hier, müssen wir nicht wissen.

Geschrieben von Janet Reznicek am Freitag, 25 März 2016.
Geposted in Motto , YiMC 2016